| Mit dem Zeichen des Aschenkreuzes hat in der vergangenen Woche die Fastenzeit begonnen – eine besondere Zeit im Kirchenjahr, die uns auf Ostern vorbereitet, das höchste Fest unseres Glaubens. In diesen 40 Tagen sind wir eingeladen, unser eigenes Leben bewusster wahrzunehmen und mit einem neuen, hoffnungsvollen Blick darauf zu schauen. Die Frage, wie wir «fasten», kann deshalb auch ganz unterschiedlich beantwortet werden. Manche verzichten auf bestimmte Dinge, andere nehmen sich bewusst etwas vor, um den Alltag achtsamer zu gestalten. Für mich persönlich ist die Fastenzeit jedes Jahr eine gute Gelegenheit, meinen Blick neu auszurichten – auf mich selbst, auf meine Nächsten und auf Gott. In diesem Jahr versuche ich bewusst, die «leider keine Zeit»-Ausreden hinter mir zu lassen und stattdessen mehr wertvolle Momente mit meiner Familie zu geniessen. Ein weiterer Vorsatz ist, Menschen zu erreichen, zu denen ich schon lange keinen Kontakt mehr hatte – sei es ein Familienmitglied, eine alte Freundin oder ein Bekannter. Ebenso liegt es mir am Herzen, täglich bewusst Zeit mit Gott zu verbringen: mit ihm zu sprechen und mehr auf ihn zu vertrauen. Ich spüre, dass all diese Momente mir mehr Kraft und Gelassenheit für meinen Alltag schenken. Jede und jeder von uns geht seinen eigenen Weg durch diese Zeit. Entscheidend ist nicht, wie streng wir fasten, sondern warum wir es tun: damit wir wieder offener werden und unseren Blick neu auf Gott und auf die Menschen um uns herum richten. Ich wünsche uns allen, dass diese Fastenzeit eine Zeit des Neubeginns wird, eine Zeit der neuen Aufmerksamkeit – für uns selbst, füreinander und für das, was unserem Leben Sinn und Tiefe gibt. Eine gesegnete Fastenzeit! Diya Moosariparambil |