Unsere Pfarrkirche Maria Krönung

finden Sie an der Chapfstrasse 25 in Gossau. (Ortsplan)

Sie ist nach Plänen des Architekten Fritz Metzger aus Zürich gebaut und 1959 eingeweiht worden.
Sie ist tagsüber – auch ausserhalb der Gottesdienstzeiten – offen und rollstuhlgängig.

 

Zur Geschichte unserer Pfarrkirche

Bis zum Bau der katholischen Kirche in Gossau besuchten seit 1890 die katholischen Gläubigen die sonntäglichen Gottesdienste in Wetzikon. Der Weg dorthin wurde oft zu Fuss zurückgelegt. Um 1950 hatte man die Idee, eine gemeinsame Kirche mit Grüningen im Raum Ottikon zu bauen. Eine Lösung für den heutigen Standort ergab sich erst, als Viehhändler Eicher sein Grundstück am Laufenbach für einen Vorzugspreis anbot.

Nun wurde eingehend geplant und Geld gesammelt. Durch den Einzug des «Wochenbatzens« sowie anlässlich kirchlicher Veranstaltungen wurde die nötige Summe für den Bau einer eigenen katholischen Kirche in Gossau zusammengespart. Auch aus vielen anderen Gemeinden im Kanton Zürich und aus der übrigen Schweiz trafen Spenden ein. Zudem stellten viele Pfarreiangehörige Darlehen zur Verfügung.

Die Baupläne für die Kirche wurden von Fritz Metzger, Architekt in Zürich, erstellt. Als Baumeister wirkten Emil Künzli, Gossau, und Alfred Fässler, Grüningen. Am 2. Februar 1958, am Fest «Maria Lichtmess», traf sich das Pfarreivolk zum Spatenstich. Nach einer Bauzeit von 14 Monaten konnte am 3. Mai 1959 die neue «Mariae-Krönungs-Kirche» durch den Churer Weihbischof Dr. Johannes Vonderach eingeweiht werden.

Ein Rundgang durch unsere Kirche

Auffälliger Glockenturm
Die katholische Kirche steht an der Chapfstrasse. Besser sichtbar als die Kirche ist der freistehende Glockenturm.
Die Glocken sind auf die Töne b, g und f gestimmt und mischen sich in ökumenischem Sinn in den Klang der reformierten Kirchenglocken.
Bei der Einweihung der Kirche war der Glockenturm noch leer. Erst zwei Jahre später im September 1961 wurden die Glocken geweiht und von der Gossauer Schuljugend in den Turm hochgezogen.

Taufstein
Beim Eingang erinnert der Taufstein an den Felsen, aus dem Moses auf Geheiss Gottes lebendiges Wasser hervorquellen liess. Der Standort des Brunnens signalisiert, dass die Taufe am Anfang eines lebenslangen Weges steht. Der Taufstein ist aus dem Marmor wie der Altar. Beides wurd vom Bildhauer Georg Malin aus Zürich geschaffen.

Ein Raum wie ein Fischbauch
Der Kirchenraum ist schlicht, die Kirchenbänke im Halbrund angeordnet. Auffallend ist das Fensterband, das die Decke optisch schweben lässt.
Der Architekt Fritz Metzger hat den Grundriss der Form eines Fischbauches nachempfunden.

Glasfenster
Die von Paul Stöckli aus Ennentmoos NW entworfene Fensterfront an der Ostseite gibt einen farbenfrohen Lichteinfall. Sie enthält Bilder aus der «Lauretanischen Litanei», die unsere Kirchenpatronin Maria als Vorbild im Glauben deuten.

Kreuzweg
Der «Kreuzweg», gestaltet von Goldschmied Willy Buck aus Wil SG, zeigt den Leidensweg Jesu. Die Titel der 14 Stationen sind von Romano Guardini. Wer diesen Bildern folgt, wird zum Kreuz, an dem Jesus mit einem für die ganze Welt offenen Herzen dargestellt ist, hingeführt.

Tabernakel
Der Weg geht weiter zum Tabernakel, dem Aufbewahrungsort des eucharistischen Brotes, das uns die Gegenwart Jesu unter uns in Erinnerung ruft. Die Vorderfront des Tabernakels zieren die Worte des Auferstandenen:«Resurrexi et adhuc tecum sum» – «Ich bin auferstanden und von jetzt an bei dir».

Marien-Skulptur
Maria wird hier gekrönt dargestellt: Wir glauben, dass für sie die «Krönung des Lebens«, die allen verheissen ist, bereits Realität ist. Damit Maria unserem Glauben an Jesus nicht im Weg steht, sondern vielmehr zu ihm hinführt, verweist sie selbst mit ihrer rechten Hand auf den Altar, den Ort, an dem wir uns den Einsatz Jesu vergegenwärtigen. Die Marienfigur sowie das Kreuz, eine moderne Herz-Jesu-Darstellung, wurden von Arnold D'Altri aus Zürich geschaffen.